25.09.2026, 09:39
Ich finde eure Diskussion sehr spannend und erkenne mich selbst in diesem Zwiespalt wieder. Ich bin nicht der grösste Iacopetta-Fan und glaube durchaus, dass er in der vergangenen Saison in einigen entscheidenden Momenten seinen Anteil daran hatte, dass es am Ende nicht gereicht hat.
Zu Beginn dieser Saison tat er mir wiederum fast ein wenig leid. Das Spielermaterial, das ihm zur Verfügung gestellt wurde und die Abgänge machen seine Aufgabe alles andere als einfach. Einzelne Spieler performen klar unter ihrer Leistung der letzten Saison. Gleichzeitig gehört aber genau das eben auch irgendwo zur Verantwortung eines Trainers: Wenn beispielsweise die Spieler für das bevorzugte System fehlen, muss irgendwann das System an die vorhandenen Spieler angepasst werden. Man muss etwas ausprobieren, etwas wagen, neue Impulse setzen. Natürlich ist das stark vereinfacht. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass er die neue Ausgangslage zu wenig angenommen hat. Gerade darin hätte auch eine Chance liegen können die Mannschaft neu zu denken, andere Ansätze auszuprobieren und dabei vielleicht auch selbst neue Facetten als Trainer zu zeigen. Stattdessen entsteht als Zuschauer teilweise der Eindruck, Woche für Woche wieder denselben Stiefel zu sehen. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass er wahrscheinlich weder das grösste noch das einzige Problem ist. Über die Transferphase, die Kaderplanung und die Leistungen einzelner Spieler müsste man genauso sprechen. Trotzdem ist auch er ein Teil des Problems.
Grundsätzlich bin ich absolut für Kontinuität auf der Trainerposition und hoffe nach wie vor, dass bei Iacopetta der Knoten platzt und er uns positiv überrascht. Gleichzeitig bin ich klar der Meinung, dass man allfällige Gespräche über eine Vertragsverlängerung mindestens bis zum Winter auf Eis legen sollte.
Aber worauf ich eigentlich hinaus will: Mittlerweile ertappe ich mich selbst wieder bei genau jenen Gedanken und Zweifeln, die man als langjähriger FCA-Fan wohl nur zu gut kennt. Was bringt ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt? Sollte man der Mannschaft nicht erst einmal Zeit geben? Möchten wir nicht erst mal die Hinrunde abwarten? Wie viel mehr könnte ein anderer Trainer aus diesem Kader tatsächlich herausholen? Und wer wäre überhaupt verfügbar?
Und schon ist man wieder an diesem altbekannten Punkt: Man arrangiert sich irgendwie mit dem Status quo und beginnt, sich die Situation ein Stück weit schönzureden. Mein eigentliches Problem ist vielmehr das Gefühl, dass sich ein Teil dieser Haltung auch bei den Verantwortlichen festgesetzt hat: dieses Abwarten, Relativieren und Hoffen darauf, dass es beim nächsten Anlauf schon irgendwie besser kommt.
Aber diese immer wiederkehrenden Situationen, inklusive des Scheiterns unter teilweise schon fast absurden Umständen, sind nicht einfach gottgegeben. Es ist nicht immer nur der finanzstärkere Gegner, ein unglücklicher Pfiff des Schiedsrichters, ein missglückter Transfer, eine Verletzung oder irgendein unglücklicher Moment. In einzelnen Spielen oder Saisonphasen mögen solche Erklärungen sogar zutreffen. Irgendwann muss man sich aber auch fragen, weshalb man überhaupt immer wieder in Situationen gerät, in denen solche Einzelheiten über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Für mich ist das zumindest teilweise die Konsequenz daraus, dass notwendige und vielleicht auch unbequeme Entscheidungen nicht konsequent genug oder schlicht zu spät getroffen werden. Man formuliert ambitionierte Ziele, ist aus meiner Sicht aber zu selten bereit, diese auch mit der letzten Konsequenz zu verfolgen.
Zu Beginn dieser Saison tat er mir wiederum fast ein wenig leid. Das Spielermaterial, das ihm zur Verfügung gestellt wurde und die Abgänge machen seine Aufgabe alles andere als einfach. Einzelne Spieler performen klar unter ihrer Leistung der letzten Saison. Gleichzeitig gehört aber genau das eben auch irgendwo zur Verantwortung eines Trainers: Wenn beispielsweise die Spieler für das bevorzugte System fehlen, muss irgendwann das System an die vorhandenen Spieler angepasst werden. Man muss etwas ausprobieren, etwas wagen, neue Impulse setzen. Natürlich ist das stark vereinfacht. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass er die neue Ausgangslage zu wenig angenommen hat. Gerade darin hätte auch eine Chance liegen können die Mannschaft neu zu denken, andere Ansätze auszuprobieren und dabei vielleicht auch selbst neue Facetten als Trainer zu zeigen. Stattdessen entsteht als Zuschauer teilweise der Eindruck, Woche für Woche wieder denselben Stiefel zu sehen. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass er wahrscheinlich weder das grösste noch das einzige Problem ist. Über die Transferphase, die Kaderplanung und die Leistungen einzelner Spieler müsste man genauso sprechen. Trotzdem ist auch er ein Teil des Problems.
Grundsätzlich bin ich absolut für Kontinuität auf der Trainerposition und hoffe nach wie vor, dass bei Iacopetta der Knoten platzt und er uns positiv überrascht. Gleichzeitig bin ich klar der Meinung, dass man allfällige Gespräche über eine Vertragsverlängerung mindestens bis zum Winter auf Eis legen sollte.
Aber worauf ich eigentlich hinaus will: Mittlerweile ertappe ich mich selbst wieder bei genau jenen Gedanken und Zweifeln, die man als langjähriger FCA-Fan wohl nur zu gut kennt. Was bringt ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt? Sollte man der Mannschaft nicht erst einmal Zeit geben? Möchten wir nicht erst mal die Hinrunde abwarten? Wie viel mehr könnte ein anderer Trainer aus diesem Kader tatsächlich herausholen? Und wer wäre überhaupt verfügbar?
Und schon ist man wieder an diesem altbekannten Punkt: Man arrangiert sich irgendwie mit dem Status quo und beginnt, sich die Situation ein Stück weit schönzureden. Mein eigentliches Problem ist vielmehr das Gefühl, dass sich ein Teil dieser Haltung auch bei den Verantwortlichen festgesetzt hat: dieses Abwarten, Relativieren und Hoffen darauf, dass es beim nächsten Anlauf schon irgendwie besser kommt.
Aber diese immer wiederkehrenden Situationen, inklusive des Scheiterns unter teilweise schon fast absurden Umständen, sind nicht einfach gottgegeben. Es ist nicht immer nur der finanzstärkere Gegner, ein unglücklicher Pfiff des Schiedsrichters, ein missglückter Transfer, eine Verletzung oder irgendein unglücklicher Moment. In einzelnen Spielen oder Saisonphasen mögen solche Erklärungen sogar zutreffen. Irgendwann muss man sich aber auch fragen, weshalb man überhaupt immer wieder in Situationen gerät, in denen solche Einzelheiten über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
Für mich ist das zumindest teilweise die Konsequenz daraus, dass notwendige und vielleicht auch unbequeme Entscheidungen nicht konsequent genug oder schlicht zu spät getroffen werden. Man formuliert ambitionierte Ziele, ist aus meiner Sicht aber zu selten bereit, diese auch mit der letzten Konsequenz zu verfolgen.
